Studiengang Ingenieurinformatik
Durch die Umstellung von Diplom- auf Bachelor- und Master-Studiengänge, ist eine Neueinschreibung im Diplomstudiengang nicht mehr möglich. Bei Interesse an einem Studium informieren sie sich bitte bei dem Bachelor-Studiengang Informatik, der allerdings andere Schwerpunkte im Studium setzt.
Die Ingenieurinformatik, die auch ”Technische Informatik” genannt wird, spielt eine große Rolle beim Entwerfen komplexer, systemnaher Software sowie hochintegrierter Schaltungen oder bei technischen Anwendungen wie schnelle Datenkommunikation,3-D-Computer-Graphik, Multimedia und Prozessautomatisierung.
Mathematische Begabung, logisches Denkvermögen und die Freude am Lösen technischer Probleme sind für das Studium der Ingenieurinformatik wichtige persönliche Voraussetzungen. Das Studium selbst besteht aus einem dreisemestrigen Grundstudium und einem fünfsemestrigen Hauptstudium. Teil des Hauptstudiums ist im siebten Semester ein praktisches Studiensemester, das in der Regel in der Industrie verbracht wird; im achten Semester wird die Diplomarbeit angefertigt. Bei erfolgreichem Abschluss wird der Titel Diplom-Ingenieurin bzw. Diplom-Ingenieur verliehen.
Die Ingenieurinformatik mit dem Schwerpunkt Informationstechnik stellt ein interdisziplinäres Gebiet aus den Bereichen der Elektrotechnik und Informatik dar. Daher wird in diesem Studiengang ein breitgefächertes Wissen aus beiden Bereichen vermittelt und deren Zusammenwirken betont.
Im Grundstudium werden neben mathematischen und physikalischen Grundlagen die Grundlagen der Elektrotechnik und der Informatik vermittelt. Zusätzlich werden aus dem Gebiet der Informatik spezielle Algorithmen und Datenstrukturen, sowie Konzepte und Modelle von Datenbanksystemen gelehrt. Weiter wird mindestens eine Programmiersprache erlernt, die durch praktische Übungen direkt am Rechner gefestigt wird. Aus dem Bereich der Elektrotechnik lernt man außerdem die wichtigsten elektronischen Bauelemente sowie Verfahren der Messtechnik kennen.
Im Hauptstudium werden u.a. die Fachgebiete Rechnerarchitektur und Betriebssysteme ausführlich dargestellt. Ferner wird in die Konzepte der Verteilten und der Graphischen Datenverarbeitung eingeführt. Außerdem enthält das Lehrangebot Vorlesungen und Praktika in der Übertragungstechnik, Digitaltechnik, Mikroprozessortechnik sowie zur Prozessdatenverarbeitung. Vertiefend wird sich mit der Automatisierung von technischen Prozessen beschäftigt. Daher werden hier Vorlesungen und Praktika zur Prozessautomatisierung, Regelungstechnik und die immer wichtiger werdende Systemtheorie angeboten.
Zusätzlich können die Studierenden aus einem Katalog von Wahlpflichtfächern Wahlveranstaltungen belegen. Ferner ist eine Studienarbeit anzufertigen, in der ein für die Ingenieurinformatik typisches Problem mit den erworbenen Kenntnissen selbständig gelöst werden muss.
Aufgrund der interdisziplinären Ausbildung mit praxisnahen Lehrinhalten eröffnen sich nach erfolgreichem Studium heute und in Zukunft gute berufliche Chancen. Die Berufsfelder sind im Bereich der Systementwicklung, der Systemadministration, dem technischen Vertrieb und Marketing, dem Service in Hard- und Software, sowie der Beratung und dem Management zu finden.
Praktikum
Das Praktikum ist unerlässlich zum Verstehen der technischen Vorgänge und damit wesentliche Voraussetzung für das Studium. Es soll dem Praktikanten insbesondere ermöglichen, Einblicke in die Gegebenheiten und Abläufe der Produktion zu gewinnen, die Arbeitswelt aus eigenem Erleben zu erfahren und soziale und berufsständige Probleme zu erkennen und so das notwendige Verständnis und Problembewusstsein für die auf wissenschaftlicher Grundlage beruhende praxisbezogene Ausbildung zu erlangen. Die Mitarbeit während des Praktikums soll dazu führen, die Arbeitsabläufe und Arbeitstechniken kennen zu lernen und ihre Auswirkungen beurteilen zu können.Studierende müssen bis zum Abschluss des Grundstudiums 8 Wochen Praktikum nachweisen. Es ist sinnvoll aber nicht erforderlich das Praktikum vor Beginn des Studiums abzuleisten. Bewerbern mit praktischer Vorbildung kann ein Teil oder das gesamte Praktikum anerkannt werden.
Diplomarbeit
Die Diplomarbeit ist eine Prüfungsarbeit. Sie soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Fachproblem selbständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.
Das Thema der Diplomarbeit kann von jedem Prüfungsberechtigten ausgegeben werden. Die Studierenden haben dafür Sorge zu tragen, dass sie spätestens zwei Monate nach Abschluss der letzten Fachprüfung und des Praxissemesters das Thema der Diplomarbeit erhalten.
Die Bearbeitungszeit beträgt drei Monate. Sie beginnt mit der Ausgabe. Im Einzelfall kann der Prüfungsausschuss auf begründeten Antrag die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um bis zu drei Monate verlängern. Hat die Diplomarbeit experimentellen oder empirischen Charakter, oder wird sie außerhalb der Hochschule durchgeführt, beträgt die Bearbeitungszeit maximal 6 Monate.
Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit müssen so gestellt sein, dass die Bearbeitungszeit eingehalten werden kann. Das Thema kann nur einmal innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Den Studierenden ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen.
Diplomarbeiten können auch als Gruppenarbeiten zugelassen werden.
Die Studierenden halten ein Referat über Inhalt und Ergebnisse ihrer Diplomarbeit von in der Regel 30 Minuten.


