Einleitung
Die Einleitung zum integrierten Management Handbuch (IMH) des Studienganges Umweltschutz ist in die folgenden Kapitel unterteilt:

Historie
Die Anfänge der Fachhochschule Bingen reichen über 100 Jahre zurück.1897 gründete Prof. Dr. Hoepcke das "Rheinhessische Technikum" in Bingen. Dieses wurde über viele Jahrzehnte erfolgreich betrieben und galt als eine der angesehensten Ingenieursschulen in Deutschland. Im Jahr 1971 wurde Bingen einer der Standorte der "Fachhochschule Rheinland-Pfalz". 1996 erlangte die Fachhochschule Bingen durch die Hochschulreform ihre Selbstständigkeit, die bis heute besteht.
Die Fachhochschule Bingen zeichnet sich seit ihrer Gründung durch ihr innovatives Studienangebot, die Flexibilität im Studienbetrieb und ihr persönliches Flair aus. Gerade wegen ihrer Größe von ca. 2400 Studierenden und zur Zeit 63 Professorinnen und Professoren besteht ein sehr enges Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden. Dies ist eine gute Voraussetzung, um in der Studienzeit gute Erfolge zu erzielen. Die Fachhochschule ist sich der großen Verantwortung gegenüber ihren Studierenden, der Gesellschaft und dem Staat, in dessen Auftrag sie die Studierenden ausbildet, bewusst. Deshalb beschäftigt sich die Fachhochschule Bingen seit Jahren in verschiedensten Bereichen mit Fragen der Qualitätsverbesserung.
Durch den Staat, den Arbeitsmarkt und letztlich die Studierenden selbst werden in Zukunft höhere Ansprüche an die Qualität und den Nachweis einer qualitativ hochwertigen Ausbildung gestellt. Daher hat sich der Studiengang Umweltschutz der Fachhochschule Bingen zur weiteren Optimierung ihrer Lehr- und Ausbildungsverpflichtung entschieden, ein vereinfachtes Qualitätsmanagementsystem (QMS) angelehnt an die DIN EN ISO 9001 einzuführen.
Durch eine Anregung aus dem Fachbereich wurde darüber hinaus ein Umweltmanagementsystem (UMS) angelehnt an die DIN EN ISO 14001 eingeführt. Dieses System soll zur ständigen Verminderung der Umweltauswirkungen des Hochschulbetriebes beitragen und Bemühungen in dieser Richtung bündeln.
Es entsteht somit ein Integriertes Managementsystem (IMS) welches die Bereiche Qualität, Umwelt- und Arbeitssicherheit umfasst. Mit diesem IMS sollen die gesetzlichen Anforderungen nicht nur eingehalten, sondern wo immer möglich übertroffen werden.
Die Anforderungen aller Managementsystems umfassen folgende Aspekte:
- Die Festlegung einer Unternehmenspolitik als Leitbild der Unternehmensführung
- Die Beachtung der gesellschaftlichen Verantwortung
- Die Umsetzung der Kundenwünsche an die Leistungen;
- Die Einbeziehung aller Mitarbeiter des Unternehmens;
- Die Darlegung des Managementsystems;
- Die Dokumentation von Verantwortung und Zuständigkeiten im Unternehmen (Organisationsverantwortung);
- Die Auditierung des Managementsystems als modernes Führungsinstrument;
- Die Bewertung der Leistung und des Erfolgs des Managementsystems durch die oberste Leitung;
- Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung;
- Die Darstellung des Managementsystems gegenüber interessierten Kreisen.
Durch das IMS soll die Auswahl, Aktualisierung und Vermittlung des Lehrstoffes erfasst und weiter verbessert werden. Ebenso sollen die mit dem Studienbetrieb verbundenen negativen Umweltauswirkungen erfasst und durch Umweltprogramme auf ein Minimum reduziert werden. Außerdem soll die Arbeitssicherheit aller Mitglieder des Studienganges Umweltschutz verbessert werden. Zu diesem Zweck stellt der Studiengang Umweltschutz, unterstützt durch den Fachbereich 1, die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung.
Rückblick auf die Entwicklung
- 1999: Idee zum Projekt bei der 25 Jahrfeier
- 2001: Diplomarbeit von M. Engelhardt "Vorstudie zur Einführung eines Umweltmanagementsystems"
- 2002/2003: Praxissemester und anschließende Diplomarbeit von C. Kost "Aufbau eines Integrierten Managementsystems an einer Fachhochschule am Beispiel der Fachhochschule Bingen in der Fachrichtung Umweltschutz.
- 08.05.2003: Die erste Version des IMH wird im Internet freigeschaltet
- 2003/2004: Praxissemester N. Theiß: Bestandsaufnahme für das UMS
- fortlaufend: Workshops und Referate zum Integrierten Managementsystem
- 2005/2006: Praxissemester J. Genth: das Integrierte Managementsystem bekommt eine neue Internetpräsenz
- 2010: Projektarbeit S. Henke: Aktualisierung der Inhalte des Integrierten Managementsystems
Qualitätspolitik
Im Studiengang Umweltschutz wird sowohl auf die fachliche, als auch auf die soziale Kompetenz der Absolventen besonders viel Wert gelegt. Nur durch die Vermittlung von aktuellen und anwendungsorientierten Lehrinhalten wird die Nachfrage nach Absolventen des Studienganges auf dem Arbeitsmarkt gewährleistet, was wiederum die langfristige Existenz des Studienganges sichert. Durch das IMS sollen die grundlagen- und anwendungsorientierten Fähigkeiten der Absolventen weiter gestärkt, eventuell bestehende Mängel gefunden und im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses beseitigt werden. Auch soll das IMS zur Vereinfachung, Harmonisierung und somit zur Transparenz der internen Verwaltungsabläufe führen. Alle Mitglieder des Studienganges werden in die Entwicklung und die Pflege des IMS aktiv eingebunden. Die Leistungen der einzelnen Bereiche sollen regelmäßig gemessen, bewertet und gegebenenfalls verbessert werden.
Mit dieser Qualitätspolitik bekennt sich der Studiengang Umweltschutz der Fachhochschule Bingen zu einem vereinfachten IMS. Die Einhaltung der IMS-Abläufe soll durch regelmäßig durchgeführte interne Audits überprüft werden.
Qualitätsziele
Durch den Studiengang sind in regelmäßigen Abständen quantifizierbare Qualitätsziele festzulegen, ihr Erreichen ist zu unterstützen und nach festgelegten Zeiten zu überprüfen.
Qualitätsleitsatz
Wir sind überzeugt, dass wir nur durch ständige Qualitätsverbesserung den steigenden Anforderungen der Gesellschaft an unsere Bildungseinrichtung gerecht werden können. Nur so ist ein langfristiger Erfolg unseres Studienganges zu sichern. Die Mithilfe jedes Einzelnen ist dabei von entscheidender Bedeutung.
Umweltpolitik
Im Studiengang Umweltschutz ist man davon überzeugt, dass man eine besondere Verantwortung gegenüber der Umwelt hat und dass das nicht nur in den Lehrveranstaltungen zum Ausdruck kommen soll, sondern auch in der eigenen täglichen Arbeit. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, führt der Studiengang ein vereinfachtes IMS ein und verpflichtet sich, dieses aufrecht zu erhalten.
Weiter fühlt man sich dem Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet.
"Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen, ihren eigenen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, zu behindern." (Brundlandbericht 1987)
Durch die mit der Ausbildung verbundenen Einrichtungen und Tätigkeiten verursacht man auch im Studiengang Umweltschutz Auswirkungen auf die Umwelt. Die negativen Auswirkungen sollen durch das IMS erfasst, bewertet und danach stetig minimiert werden. Es ist besonderer Wert auf die Vorsorge zu legen, da dies der effektivste/nachhaltigste Weg ist, um Umweltbeeinträchtigungen zu vermeiden.
Die die Einrichtungen und Tätigkeiten dieses Studienganges betreffenden gesetzlichen Regelungen sind einzuhalten und regelmäßig zu überprüfen. Nach Möglichkeit sollten die gesetzlichen Vorgaben übertroffen werden. Es soll jedes Jahr ein Umweltmanagementprogramm erstellt werden, aus dem die Ziele und ihre konkrete Umsetzung deutlich hervorgehen.
Umweltziele
Vom Studiengang Umweltschutz sind in regelmäßigen Abständen quantifizierbare Umweltziele festzulegen, ihr Erreichen ist zu unterstützen und nach festgelegten Zeiten zu überprüfen.
Umweltleitsatz
Wir fühlen uns alle verpflichtet, die durch unser Handeln verursachten negativen Umweltauswirkungen auf das Nötigste zu minimieren, um nachfolgenden Generationen eine Basis für ihr Leben zu hinterlassen. Wir alle wollen immer nach diesem Grundsatz handeln.
Allgemeine IM-Politik
Die Qualitäts- und die Umweltpolitik sind in der täglichen Praxis als eine Einheit zu verstehen. Sie sollen integrativ verstanden werden und sinnvoll miteinander verbunden in alle Entscheidungen der Mitglieder des Studienganges einfließen. Diese praktische Verknüpfung wird durch ein gemeinsames Handbuch dokumentiert.
Die Mitglieder des Studienganges achten in besonderem Maße auf die Erfüllung der Anforderungen des integrierten Management Handbuches (IMH). Intern ist dafür Sorge zu tragen, dass die Mitglieder des Studienganges durch geeignete Schulungen in die Lage versetzt werden, diese Anforderungen auch zu erfüllen.
Der Studiengang Umweltschutz verpflichtet sich seinerseits, sein IMS stetig weiter zu verbessern und die IM-Politik in regelmäßigen Abständen auf ihre Angemessenheit zu überprüfen. Um diese stetige Verbesserung zu gewährleisten und zu fördern, führt der Studiengang ein internes Vorschlagswesen ein.
Verantwortung und Befugnisse
Studiengangsleiter
- Vermittelt allen Mitgliedern des Studienganges die Ziele des IMS
- Legt die Qualitäts- und Umweltpolitik des Studienganges fest
- Überwacht die Funktionsfähigkeit des IMS auf der Ebene des Studienganges
- Stellt, gegebenenfalls nach Absprache mit dem Dekan, die notwendigen Ressourcen (Arbeitszeit, Räumlichkeiten, finanzielle Mittel,... ) zur Verfügung
Beauftragter -Integriertes Managementsystem (IMB)
- Achtet auf die Einhaltung des IMH und fördert diese
- Aktualisiert das IMH
- Fungiert als Ansprechpartner für die Belange des IMS
- Leitet das integrierte Management-Team (IM-Team)
- Leistet Planungshilfe bei Schulungsmaßnahmen
- Führt für alle Mitglieder des FB 1 einmal pro Jahr eine IM-Schulung inklusive Workshop durch
- Betreut das interne Vorschlagswesen
- Informiert den Studiengangsleiter und den Fachbereichsrat über die Leistungen des IMS
- Plant und fasst die internen Audits zusammen
- Leitet das IM-Review
- Betreut externe Auditoren
Team Integriertes Managementsystem
- Unterstützt den IMB bei Entscheidungen über das IMH
- Unterstützt den IMB bei IM-Schulungen
- Unterstützt den IMB bei Entscheidungen über das IMS
Kontrolle und Korrektur
Jedes Mitglied des Studienganges hat bei seiner täglichen Arbeit die Anforderungen dieses Handbuches zu beachten. Jedes Mitglied hat seine eigenen Arbeitsabläufe zu überprüfen, um so Fehler zu vermeiden. Wenn eine Prozedur nicht praxisgerecht ist, ist diese zu korrigieren. Sollten Abweichungen von den Inhalten dieses Handbuches auftreten, sind diese schnellstmöglich zu beheben. Wenn die Abweichung keinem Verursacher zugeordnet werden kann, ist der Mangel an den IMB weiterzuleiten. Dieser bereitet den Vorfall auf, um die Ursache für die Störung zu finden. Er leitet dann in Absprache mit den Betroffenen geeignete Maßnahmen zur Abhilfe ein.
Die Korrektur einer Verfahrensbeschreibung ist nur dann zulässig, wenn sich durch die Korrektur die Qualität oder die Umweltleistung der Organisation nicht verschlechtert. Eine Erhöhung der Qualität oder der Umweltleistung kann es auch sein, eine überflüssige Prozedur ganz zu streichen.
Die Korrektur einer Prozedur sollte durch den für sie Verantwortlichen durchgeführt werden. Sie kann aber auch vom IMB oder der Studiengangsleitung durchgeführt werden. Die Korrektur ist zu prüfen und durch den Unterschriftsberechtigten freizugeben. Der korrigierte Prozess ist im Integrierten Management Handbuch zu aktualisieren.
Dokumentation
Ein besonderer Stellenwert kommt im IMS der Dokumentation aller qualitäts-, arbeitsschutz- und umweltrelevanten Handlungen zu. Für jedes Dokument gibt es einen Verantwortlichen. Dieser hat dafür Sorge zu tragen, dass dieses Dokument ordnungsgemäß geführt und archiviert wird. Die Aufbewahrungszeiten der Unterlagen sind festgelegt. Wenn der Zeitraum der Aufbewahrung vorüber ist, werden die Unterlagen umgehend vernichtet.
Die Vorlagen der Dokumente werden zentral für den Studiengang vorgehalten. Es ist nicht zulässig, eigene Vorlagen zu erstellen, da dies zu unterschiedlichen Versionen führen könnte. Die Herausgabe der Vorlagen wird in sinnvollen Einheiten durchgeführt, um Material zu sparen. Bei Änderung eines Formulars wird die alte Version für ungültig erklärt und wenn nötig vernichtet.
Warum muss so genau dokumentiert werden?
Nur so lassen sich Fehler nachvollziehen
Jeder kann kurzfristig und ohne großen Aufwand Aufgaben übernehmen
Es ist immer klar ersichtlich, wer für was verantwortlich ist.
Es soll nur das dokumentiert werden, was für die Sicherung der Qualität und für den Schutz der Umwelt erforderlich ist. Dies jedoch konsequent!
Interne Audits
Ein internes Audit ist eine Überprüfung speziell ausgewählter Abläufe innerhalb des Studienganges anhand des Integrierten Management Handbuches. Die zentrale Frage lautet: Werden die vorgesehenen Verfahren aus dem IMH eingehalten oder gibt es Abweichungen?
Das Auditieren des Studienganges dient der Feststellung der Konformität der Abläufe mit den Forderungen des IMS. Somit ist es ein wichtiges Mittel zur Feststellung der Funktionsfähigkeit des Systems. Die Koordination der Audits übernimmt der IMB. Die Audits werden von den Auditoren vorgenommen.
Die Auditoren prüfen zur Aufrechterhaltung des IMS möglichst einmal pro Jahr den gesamten Studiengang Umweltschutz. Diese Gesamtprüfung findet in Audits von mehreren Teilbereichen statt. Ein Auditor sollte keinen Teil seiner eigenen Arbeit auditieren. Die Teilbereiche des Studienganges sollen so ausgewählt werden, dass eine Begehung in 3 Stunden möglich ist. Nach der Begehung wird über den auditierten Bereich ein Bericht geschrieben, in dem die Ergebnisse sachlich vorgestellt werden. Es sind Schwachstellen zu benennen und Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Dieser Bericht ist dem IMB zu übermitteln.
Das IM-Team übernimmt die regelmäßige Überprüfung und Verbesserung des IMS. Zum regelmäßigen Prüfungsumfang gehören folgende Punkte:
Allgemeine Funktionsfähigkeit des IMS
Wirksamkeit des IMS
QM- und UM-Politik
Bewertung der Kundenzufriedenheit (Professoren, Mitarbeiter, Studenten, Firmen,..)
Bei Problemen ist über Maßnahmen und das weitere Vorgehen zu beraten. Für die Lösung der auftretenden Probleme sind Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die ausreichen, um das Problem umfassend zu behandeln. Die Sitzungen des IM-Teams und deren Ergebnisse sind zu protokollieren. Die nötigen Unterlagen für diese Sitzungen (Befragungen, Statistiken, Normen, Auditberichte,.. ) sind durch den IMB vorzubereiten und nach Möglichkeit vor Sitzungsbeginn bereitzustellen.
Suche
Diese Suchfunktion soll das Zurechtfinden im IMS erleichtern. Mit dieser Suchfunktion werden alle Seiten des IMH durchsucht, also auch alle Studiengänge.

