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Pressemitteilung der Fachhochschule Bingen vom 21.06.2012

Erste Absolventen des Studiengangs Weinbau und Oenologie am Weincampus Neustadt

Kooperation der FH Kaiserslautern, der FH Bingen und der HS Ludwigshafen mit dem DLR Rheinpfalz trägt die ersten Früchte!

Studentengruppe
Die erste Studierendengruppe des neuen Studiengangs Weinbau und Oenologie in Neustadt - die Ersten stehen jetzt vor ihrem Abschluss

Im November 2009 startete der duale Studiengang in Neustadt mit 20 Studierenden, 16 davon stehen jetzt vor dem Abschluss ihres Studiums. Lisa Stegmann sagt rückblickend, „Ich wollte das duale Studium ausprobieren und daran mitwirken, wie etwas Neues entsteht“.

Etwas Neues und Einmaliges in Deutschland ist am Weincampus Neustadt entstanden. Das ist insbesondere der engen und guten Zusammenarbeit aller Kooperationspartner zu verdanken. Parallel zur Ausgestaltung der Kooperation, der Akkreditierung und Neueinführung eines Studiengangs musste auch in kurzer Zeit eine eigene Organisationsstruktur – und Kultur - in Neustadt entwickelt werden. „Wir haben hier gemeinsam mit den Studierenden echte Pionierarbeit geleistet“, fasst es der Studiengangleiter Prof. Ulrich Fischer, der auch gleichzeitig Abteilungsleiter der Abteilung Weinbau am DLR Neustadt ist, zusammen. Auch wenn noch einige Herausforderungen am Weincampus Neustadt zu meistern sind, wie etwa die Genehmigung für den dringend erforderlichen Neubau, so ist das Ergebnis bisher beachtlich.

Wie gut diese Kooperation in der Praxis und bei den Studierenden ankommt, zeigt die hohe Zahl von über 200 Kooperationsbetrieben, von denen eine große Zahl zu den führenden Winzerbetrieben in Deutschland zählt. Auch die konstante Zahl von 50 Studienanfängern pro Jahr - nur der erste Jahrgang lag mit 20 unter dieser Zahl - liegt weit über der in der Planung angedachten Zahl von 30.

Die enge Verknüpfung mit der Praxis und die Studienschwerpunkte in Weinbau, Oenologie und Betriebswirtschaft sollen die Studierenden fit für viele verschiedene Berufskarrieren machen. Das bestätigt auch Absolvent Daniel Regnery: „Man kann so viel damit machen“. Daniel Regnery wird den elterlichen Betrieb in Schweich an der Mosel übernehmen. Ähnliches trifft auf viele Absolventen des Studiengangs zu. Sie bereiten sich mit diesem Studium auf alle Aufgaben die im Winzerbetrieb anfallen vor, im Keller, im Weinberg, im Labor, aber auch in der Betriebsführung und im Marketing.

Unter den Studierenden finden sich aber auch einige ohne weinbaulichen Hintergrund. Dies ist ein besonderer Vorteil des dualen Studiums, man kann auch ohne elterlichen Betrieb in der Branche bestehen. Absolventin Sophie Hodel aus Baden-Baden, z.B. kam bei einem längeren Australienaufenthalt als Aushilfe in einem Weingut zum ersten Mal mit dem Weinbau in Kontakt. Auf sie wartet kein elterlicher Betrieb, sie wird demnächst als Marketing-Expertin im Weinhandel in den Beruf einsteigen. Das umfangreiche Wissen, das sie im Studiengang erworben hat, würde es ihr aber auch möglich machen „locker in andere Bereiche“ zu gehen, bestätigt Sophie Hodel die vielfältigen Möglichkeiten. Auch Philip Nelles, der den elterlichen Betrieb im Ahrtal übernimmt fühlt sich gründlich für viele Bereiche befähigt „Man wird hier nicht nur auf den Weinbau vorbereitet, wir können in den Handel gehen, ins Marketing, in den Tourismus, in die Politik, die Forschung, die Wissenschaft oder ins Qualitätsmanagement“ fasst der 27-jährige begeistert zusammen.

Kerstin Klein, die wissenschaftliche Assistentin freut sich insbesondere über Bewerbungen aus dem Ausland. Einer dieser Bewerber, David Gollitko aus den USA tritt jetzt nach Abschluss des Studiums in die Fußstapfen seines Onkels, der einen Weinbaubetrieb in Duttweiler betreibt. Zum Studium war der 38-jährige von Chicago vor drei Jahren mit seiner Frau in die Pfalz gekommen.

Im November werden den Absolventen im Rahmen einer Absolventenfeier die Urkunden zum Bachelor of Science Weinbau und Oenologie überreicht.

Autorin: Dr. Wilhelmina Metzler, WeinCampus Neustadt

Kontakt und weitere Informationen:
FH Ludwigshafen
Marketing und Kommunikation
Ute Sahmel
ute.sahmel@fh-ludwigshafen.de
Tel.: 0621-5203 – 346


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Bingen, 21.06.2012

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