Kurztitel: Nährstoffmangelversuch mit Weizen und Raps
Projektziel: Herstellen von Demonstrationsobjekten, um Nährstoffmangel im Praktikum "Bodenkunde und Agrikulturchemie" zeigen und untersuchen zu können.
Laufzeit: September 2009 bis Januar 2010
Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Thomas Appel, Fachhochschule Bingen (verantwortlich für die Durchführung und Auswertung)
Frau Johanna Seelig (Projektarbeit) und weitere Studierende der FH Bingen im Praktikum "Bodenkunde und Agrikulturchemie"
Weitere Infos zum Herunterladen, klicken Sie hier!
Abstract:
Nährstoffmangel in Gefäßversuchen mit Weizen und Raps
Anhand des Versuchs in Mitscherlichgefäßen wird die Frage untersucht, wie sich die unterschiedliche Düngung in der Aufnahme und der Konzentration an Nähr- stoffen im Aufwuchs von Raps und Weizen widerspiegelt? Von besonderem Interesse ist dabei der Zusammenhang zwischen der aufgenommenen Nähr- stoffmenge, der Nährstoffkonzentration in der Pflanzensubstanz und der Düngung. Es wird vermutet, dass der Mangel an einem Nährelement, die Auf- nahme anderer Nährelemente negativ, deren Konzentration in der Pflanzensub- stanz dagegen positiv beeinflusst. Eine solche Beinflussung hätte Konsequen- zen für die Interpretation von Pflanzenanalysen.
Um Nährstoffmangel bei den Pflanzen im Gefäßversuch induzieren zu können, wurde lehmiger Sand aus 30 bis 50 cm Tiefe eines Ackers verwendet. Der Boden wurde durch Ausbreiten an der Luft getrocknet und durch mehrmaliges Umschaufeln zu einer homogenen Charge vermischt.
48 Portionen des Bodens (je 7 kg) wurden gekalkt und mit den Nährstoffen N, P, K, Mg und Bor gedüngt. Je nach Variante wurden einzelne Nährstoffe bei der Düngung weggelassen, um den entsprechenden Mangel zu erzeugen. Bevor die Mitscherlichgefäße mit den unterschiedlich gedüngten Bodenportionen befüllt worden waren, wurden jeweils ca. 500 g Boden entnommen, um die Proben später im Praktikum „Bodenkunde und Agrikulturchemie“ mit der CAL-Me- thode und der Keimpflanzenmethode nach Neubauer zu untersuchen.
Die Untersuchungen im Praktikum zielen auf folgende Fragen:
1. Wie stark streuen die Resultate im Keimpflanzenversuch verglichen mit den Ergebnissen der CAL-Bodenuntersuchung? Unterscheiden sich die Varianzen der beiden Methoden signifikant?
2. Welchen Einfluss hat eine gesteigerte N-Versorgung auf die von den Keim- pflanzen aufgenommene Menge an P und K und auf die Nährstoffkonzentration in der Pflanzensubstanz? Hat die N-Versorgung einen signifikanten Einfluss?
3. Welchen Einfluss hat die Düngung mit anderen Nährelementen auf die P- und K-Aufnahme und die Konzentration in den Keimpflanzen? Ist der Einfluss signi- fikant?
Für mehr Informationen, klicken Sie hier!






