Boden-Fingerprints bei der Elektro-Ultrafiltration (EUF) zur Optimierung von Düngeempfehlungen
Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Th. Appel, FH Bingen; Dr. D. Horn, Bodengesundheitsdienst GmbH, Ochsenfurt; Prof. Dr. D. Steffens, Universität Gießen
Ziele:
Es ist das Ziel des Vorhabens, mit Hilfe der aufgezeichneten Daten von Temperatur, Spannung und Stromstärke während der Elektro-Ultrafiltration:
- Böden zu identifizieren, die aus dem bisherigen (Empfehlungs)rahmen der üblichen Düngebedarfsprognose fallen.
- Korrekturfunktionen abzuleiten, mit denen die Prognose des Düngebedarfs mittels EUF präziser und sicherer wird.
Inhalte:
Die Elektro-Ultrafiltration (EUF) gehört in Deutschland zu den etablierten Methoden der Bodenuntersuchen für die Prognose des Düngebedarfs. Seit ca. 3 Jahren sind zu diesem Zweck neue EUF-Geräte im Einsatz, die es erlauben, während der 35minütigen Extraktionszeit des Bodens die Temperatur in der Suspension, die Spannung und die Stromstärke aufzuzeichnen. Voruntersuchungen haben gezeigt, dass der Verlauf dieser Messkurven für unterschiedliche Böden charakteristisch ist („Boden-Fingerprints“).
Das EUF-Labor der Südzucker AG in Rain/Lech hat bereits in den vergangenen Jahren zahlreichen Messkurven aufgezeichnet, die bereits jetzt zur Auswertung zur Verfügung stehen und in dem Projekt bearbeitet werden sollen. Darüber hinaus wurde ein Antrag auf Drittmittel zur Finanzierung weitergehender Forschungsarbeitenzu dem Thema einschließlich einer Kooperativen Promotion an der Universität Gießen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung gestellt (Entscheidung im Februar 2007).




