Studiengang Agrarwirtschaft B.Sc.
Das Studium
Im Studiengang Agrarwirtschaft lernen die Studierenden, wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden sowie gesicherte praktische Erfahrungen für ihre spätere Berufstätigkeit im landwirtschaftlichen Bereich anzuwenden. Unsere Absolventen arbeiten in einem weit gefächerten Tätigkeitsfeld, das vom selbständigen Landwirt bis zu den vielfältigen vor- und nachgelagerten Sektoren der Agrarwirtschaft reicht. Entsprechend vielfältig und abwechslungsreich ist auch das Studium. Es dauert 7 Semester und endet mit der Verleihung des Titels Bachelor of Sciences (B.Sc.).
Einstieg zum Sommersemester
Ein Studienbeginn zum Sommersemester ist möglich, wird aber für die Agrarwirtschaft aus zwei Gründen nicht empfohlen.
1. Ungerade Semester werden im Wintersemester gelesen, gerade im Sommersemester. Beim Einstieg im Sommersemester hört man also das 2. Semester vor dem ersten und somit Aufbauendes vor dem Grundlegenden, was zu Verständnisproblemen führt.
2. Ein Übergang in die Studienphase B (4-6 Semester) ist erst möglich, wenn die Phase A (1. - 3. Semester) weitgehend absolviert ist (maximal 2 offene Module). Somit entsteht im 3. Semester ein Leersemester (da das 4. Semester gelesen wird, aber das 3. Semester aber noch nicht gehört wurde.
Dieses Leersemester könnte zum Absolvieren des Vorpraktikums genutzt werden.
Praxis
Im VORPRAKTIKUM lernen die Studierenden die landwirtschaftlichen Betriebsabläufe kennen. 20 Wochen werden verlangt, mindestens 12 Wochen sollten vor Beginn des Studiums absolviert werden. Die restlichen Wochen des Vorpraktikums können in der vorlesungsfreien Zeit bis zum 3. Semester nachgeholt werden.
Das Studium umfasst eine Reihe von studienbegleitenden PRAKTIKA und ÜBUNGEN. Darüber hinaus werden von den Studierenden PROJEKTARBEITEN durchgeführt. Der Studiengang Agrarwirtschaft beinhaltet diese modernen Lernformen, um die Studierenden möglichst frühzeitig zu motivieren, sich selbstständig, problemorientiert und interdisziplinär mit den Fragestellungen der Agrarwirtschaft zu beschäftigen.
Im 7. Semester gehen die Studierenden in eine 15-wöchige betriebliche PRAXISPHASE. Dieses praktische Abschlusssemester dient dazu, das Erlernte im Betrieb einzusetzen und zu vertiefen. Es kann außerdem dazu genutzt werden, das Thema der ABSCHLUSSARBEIT vorzubereiten. Für die Arbeitgeber ist das eine elegante und kostensparende Möglichkeit, sich ihre künftigen Mitarbeiter auszusuchen.
Beruf
Das berufliche Einsatzspektrum der Absolventen ist breit gestreut. Schwerpunkte sind leitende Tätigkeiten als selbstständiger Landwirt oder Betriebsleiter, sowie Fach- und Führungstätigkeit in der Privatwirtschaft, in Genossenschaften und in den Verbänden der Agrarwirtschaft. Im öffentlichen Dienst dominieren Aufgaben als Fachkräfte im gehobenen Dienst.
Berufliche Tätigkeiten von Fachhochschulabsolventen agrarwissenschaftlicher Studiengänge
(Hensche et al., 2005, Berufsfeldanalyse):
| 21% |
| 31% |
| 18% |
| 3% |
| 3% |
| 3% |
Ausstattung und Kooperation
Eine praxisnahe Ausbildung kann nur durchgeführt werden, wenn hierfür die notwendige Ausstattung an der Hochschule vorhanden ist. Die FH Bingen ist in dieser Hinsicht bestens aufgestellt. In dem FH-eigenen GEWÄCHSHAUS, das auf dem Campusgelände der FH steht, können die Studieren zu jeder Jahreszeit an ihren Projekt- und Abschlussarbeiten tätig sein. In unmittelbarer Nähe zum Campusgelände befindet sich zudem der FH-eigene Lehr- und Demonstrationsbetrieb „ST. WENDELINHOF“, auf dem mit Unterstützung der vier ständigen Mitarbeiter viele Praktika, Übungen und interessante Projekte von den Studierenden bearbeitet werden. Die FH Bingen kooperiert besonders eng im Bereich des Pflanzenbaus mit dem DLR RHEINHESSEN-NAHE- HUNSRÜCK in Bad Kreuznachund im Bereich der Tierhaltung mit der Lehr- und Versuchsanstalt „NEUMÜHLE“ des Bezirksverbandes Pfalz. Auch dadurch werden viele praxisrelevante Arbeiten möglich, an denen die Bingener Studierenden beteiligt sind. Für den Studienschwerpunkt Intensivkulturen besteht eine enge Zusammenarbeit mit der FORSCHUNGSANSTALT GEISENHEIM.
Auslandssemester
Die betriebliche Praxisphase im 7. Semester kann durch entsprechende Studienzeiten an einer ausländischen Hochschule bzw. durch ein Auslandssemester ersetzt werden. Auslandsemester werden auch in den früheren Phasen des Studiums unterstützt (AKADEMISCHES AUSLANDSAMT) und sind im Studiengang Agrarwirtschaft duch den modularisierten Aufbau besonders leicht zu realisieren. Die agrarwirtschaftlichen Studiengänge der FH Bingen arbeiten mit folgenden ausländischen Partnerhochschulen zusammen:
HAS Den Bosch, University of Applied Sciences (NL)
Harper Adams College, Newport (GB)
Lycee Agricole de Rethel, Rethel (F)
Clemson University, Clemson South Carolina (USA)
Francis Marion University, Florence South Carolina (USA)
Oklahoma State University, Stillwater Oklahoma (USA)
The University of Oklahoma, Oklahoma (USA)
Tianjin Agricultural College, Tianjin (China)
Litauische landwirtschaftliche universität, Kaunas (LT)
Lativa University of Agriculture, Jegava (LV)
Weiterqualifizierung
Die Absoventen des Studiengangs Agrarwirtschaft können sich durch ein Masterstudium, das auf den Bachelor-Abschluss aufbaut, weiterqualifizieren. Die FH Bingen bietet hierzu den dreisemestrigen MASTERSTUDIENGANG "LANDWIRTSCHAFT UND UMWELT" an. Zum Masterstudium können Absolventen des Studiengangs Agrarwirtschaft zugelassen werden, die einen überdurchschnittlichen Bachelo-Abschluss ihres Jahrgangs haben bzw. mindestens die Note 2,5.
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